Die Bühne Brigittenauer Brücke
– Kunst- und Kulturraum an der Donau
– vom Infrastrukturbauwerk zum urbanen Lebensraum.
Die Brigittenauer Brücke wird zum Experimentierfeld: Aus einem reinen Infrastrukturbauwerk entsteht ein lebendiger Ort für Kunst, Kultur, Freizeit und Begegnung.
Im Zentrum steht die Transformation der Brücke zu einem mehrschichtigen öffentlichen Raum – von der Wasserebene bis zur Fahrbahn. Neue räumliche Interventionen wie Stege, Plattformen und „fliegende Inseln“ schaffen Verbindungen zwischen Stadt und Donau und eröffnen neue Perspektiven auf Wien.
Ein System aus Follies – prägnanten architektonischen Interventionen – strukturiert den Raum als Abfolge von Orten: Treffpunkte, Bühnen, Märkte, Rückzugsräume und konsumfreie Zonen. Die Brücke wird zur Bühne des urbanen Lebens – tagsüber wie nachts.
Als Teil der „Transversale Brigittenau“ verbindet das Projekt urbane Dichte mit Landschaftsräumen und macht die Donau als zentralen Stadtraum neu erfahrbar.
Ziel ist ein radikal neu gedachter öffentlicher Raum, der:
* Infrastruktur und Aufenthalt verbindet
* Kultur, Freizeit und Alltag überlagert
* ökologische, soziale und räumliche Qualitäten integriert
Methoden:
Der Entwurfsprozess ist experimentell, forschend und praxisnah aufgebaut:
* Analyse & Recherche: Vor-Ort-Untersuchungen, Mapping, Referenzprojekte
* Konzeptentwicklung: Formulierung eines eigenständigen Raumprogramms
* Entwurf in Maßstäben: Vom Städtebau (1:500) bis zum Detail (1:20)
* Modellbasiertes Arbeiten: Entwicklung am physischen Modell
* Iterativer Prozess: Regelmäßige Reviews, Feedback und Weiterentwicklung
Zusammenarbeit und Praxisbezug
Das Studio versteht sich als realitätsnahes Labor:
Im Austausch mit lokalen Akteur_innen, Initiativen und Institutionen werden reale Anforderungen, Konflikte und Potenziale sichtbar gemacht.
Die Studierenden arbeiten kollaborativ und entwickeln Projekte mit gesellschaftlicher Relevanz.
Vertiefungen
Szenografie, Konstruktion und Freiraum
* Szenografie: Raumdramaturgie, Atmosphäre, Licht
* Konstruktion: Tragwerk, Material, Fügung
* Landschaft: Klima, Biodiversität, Freiraumstrategien
Im Fokus steht die Entwicklung eines vielschichtigen Nutzungsszenarios:
* Überlagerung von Kultur, Freizeit, Bewegung und Erholung
* Entwurf tragender Strukturen und räumlicher Interventionen
* Integration klimaresilienter Freiraumstrategien
Die Brücke wird zum Prototyp für die Transformation urbaner Infrastrukturen.
Vortragende:
Anton Kottbauer
Günter Pichler
Kamyar Tavoussi
Eldar Hajdarevic
Tutorin:
Lena Werle
Weitere Informationen:
Einführung: Do, 01. Oktober 2026, 10.00 Uhr im Seminarraum AC02-1, mit anschließender Exkursion.
Besprechungen finden jeweils Donnerstags von 9.00 – 18.00 Uhr im Seminarraum AC 03-1 statt.