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RAUM
TU Wien, Architektur und Entwerfen, Karlsplatz 13/253.3, 1040 Wien

Arrábida Memorial

Eine überkonfessionelle Gedenkstätte

Mario Scheinecker

 

 

[De]

Ausgangslage dieser Arbeit ist das immerwährende Spannungsverhältnis zwischen Architektur und Erinnerung. Diese untrennbare Relation wird anhand historischer Beispiele beschrieben und findet schlussendlich Ausdruck in einem architektonischen Entwurf für eine Gedenkstätte in Portugal.

Den Kontext für diesen Entwurf stellt ein Steinbruch an der Küstenlinie des Parque Natural da Arrábida dar. Mit der Ernennung zum Nationalpark wurde diese Abbaustätte stillgelegt und nun wird diese zur Grundlage für den Entwurf eines Gedenkortes.

In Anbetracht der steigenden Nachfrage an alternativen Bestattungsmöglichkeiten, in Portugal sowie im Rest Europas, wird in dieser Arbeit ein zeitgemäßes Konzept für einen Ort der Ruhe, Andacht und Verabschiedung vorgestellt. Grundlegend ist hierbei, dass es sich um einen überkonfessionellen Gedenkort handelt, der Angehörige verschiedenster Glaubensrichtungen oder gesellschaftlicher Situationen gleichwertig behandelt. Die Architektur dieser Gedenkstätte ist losgelöst von nationalen oder religiösen Formensprachen, um als Medium der Erinnerung für ihre Besucher offen zu bleiben.

 

[En]

This thesis is based on the ubiquitous tension between architecture and remembrance. This inseparable relationship is described using historical examples and ultimately finds expression in an architectural design of a memorial in Portugal.

The context for this design is a quarry on the coastline of the Parque Natural da Arrábida. The site was closed when it was appointed as a national park and is now to become the basis for a memorial site.

In view of the increasing demand for alternative burial opportunities in Portugal and the rest of Europe, this work presents a contemporary concept for a place of rest, prayer and farewell. It is fundamental that the memorial is non-denominational, and thus, treats members of all faiths or social situations equally. The architecture of this memorial is detached from national or religious formal languages in order to remain open to its visitors as a medium of remembrance.

 

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